Samstag, 28. Januar 2012

Beste Freundin :* -nicht.

Wie lange kennen wir uns schon? 10 Jahre jetzt bestimmt schon. Im Kindergarten waren wir zwar nicht in der gleichen Gruppe, aber beim Spielen draußen haben wir uns doch immer gesehen ;D
Außerdem haben wir in der gleichen Straße gewohnt – und das heute immer noch.
In der Grundschule waren wir in der gleichen Klasse, viel zu tun hatten wir aber nicht. ;(
Die Gymnasiumzeit war besser. Wir haben uns richtig kennengelernt und ich würde sogar sagen, dass du meine beste Freundin warst. Wir haben  sosososooo viel zusammen gemacht.
Wir haben unser erstes Geld verdient beim Verkaufen von selbstgemachtem Schmuck, Lesezeichen und so . ;D 
Aber dann irgendwann haben wir uns in die Wolle gekriegt. Ich habe einen riesen großen Fehler gemacht, den ich lieber hätte lassen sollen. So ganz weiß ich aber noch nicht, was ich falsch gemacht habe bei dir.  Ich will dir nicht die Schuld geben. Du hast aber viel mehr draus gemacht, als es war. Du hast aus einer Mücke , falls es überhaupt eine war, einen Elefanten gemacht. Wegen dir habe ich ernsthaft Probleme bekommen. Es tut mir leid das sagen zu müssen, ehrlich. Es war aber leider so und ich wünschte, dass du das nicht getan hättest.
Wenn du das liest, falls du es liest, vielleicht erklärst du’s mir dann. Warum du das gemacht hast. Warum du nicht mit drüber geredet hast. Von dir hätte ich was anderes erwartet. :/
Irgendwas war seitdem zwischen uns, wir haben uns wie höfliche Bekannte oder Verwandte verhalten. So wie vorher war’s nicht.
Tja, und dann kam diese Unterhaltung, diese Diskussion, bei facebook. Unsere Freundschaft, die eh schon einen großen Riss hatte, riss jetzt komplett auseinander. Ich habe das Gefühl, du standest zwischen den Angeln zweier Zimmer, bist aber nach dieser Diskussion in das nächste Zimmer gegangen. Hast du dich nochmal umgeschaut? – Ich weiß es nicht. 
Es tut weh. Und ja, ich schreibe mit Absicht, es TUT weh. Nicht es TAT weh. Das würde nicht stimmen.  Ich kann nämlich nicht glauben, dass es vorbei sein soll. Dass es aus ist, nach allem, was wir erlebt haben. Es war so eine wunder-, wunder-, wunderbare Zeit – ich werde sie nie vergessen.
Jetzt behandeln wir uns wie Fremde. Wir gucken uns nicht an. Wir reden nicht miteinander. Wir behandeln uns nicht nur wie Fremde – wir sind uns fremd geworden. Jemand meinte dazu, dass du nicht die warst, die du mir gezeigt hast. Dass du eigentlich wer anders bist.
Aber das will ich nicht glauben.
Es macht mich fertig. Jeden Tag. Immer, wenn ich dich sehe. Verdammt, ich möchte die Zeit von vorher wiederhaben!  ♥

Greetings, Vanessa :*

Freitag, 27. Januar 2012

Dächer. :D

Jeder braucht ein Dach, unter das man sich flüchten kann. Man braucht ein Zuhause, wenn es regnet, damit
man nicht nass wird. Wenn es gewittert, dass man in Sicherheit ist.
Wie froh müssen die Menschen sein, die auf der Straße leben, wenn sie ein Dach über dem Kopf haben?
Wenn sie geschützt sind. Wenn sie sich geborgen fühlen und der Welt draußen kurz den Rücken kehren können.
Und wenn du dann Schutz unter deinem Dach gefunden hast, dann kannst du glücklich sein, denn dann weißt du, dass du sicher und beschützt bist.



Unter jedem dach ist ein Zimmer. Und wenn kein Zimmer, dann wenigstens ein Platz, an dem es trocken ist, wo du ein bisschen beschützter bist als unter'm Himmel. 
Manche Zimmer in denen du dann bist, sind vielleicht im gleichen Haus, in dem du durch eine Tür ins andere Zimmer kannst. Aber wenn etwas Grundlegendes veränderndes passiert, dann wechselst du wohl auch mal das Haus - und bist unbeschützt für einen kurzen Moment. Das ist dieser Moment in dem du dir nicht ganz sicher bist, was dich im neuen Haus erwartet. Ob es richtig war das alte zu verlassen. Das wirst du dann sehen, wenn du unter deinem neuen Dach bist, in deinem neuen haus und in einem neuen Zimmer.

__


Danke, an die, die meine Einträge bis jetzt gelesen haben. ;D <3

Mittwoch, 25. Januar 2012

Das Talent zum Schreiben ;*

Frei sein

Ich will weg.
Ganz weit weg.
Fliegen wie ein Vogel.
Irgendwohin.
Ohne Ziel.
Einfach nur fort.
Fliehen vor Ängsten.
Und Problemen.
Nur einmal frei sein.

Ich will leben.
Zufrieden sein.
Lachen.
Und lieben.
Glücklich sein.
Träume haben.
Sie verwirklichen.
Ich will frei sein.
Nur einmal.
Einmal frei sein.

Sie hat meinen Blog gelesen. Und sie hat gesagt, dass ich ein Talent zum Schreiben habe. Und das beurteilt sie nur mit dem kleinen Text, den ich da über Zimmer geschrieben habe. Vielleicht hat sie recht - aber sie kann noch besser schreiben. Das Gedicht oben (ist es ein Gedicht?) ist ein Zitat von ihr. Sie kann so wunderbar schreiben. Ihre Texte sind wie ein gute Bücher. Man ist versunken in die Geschichte und kann nahezu nicht mehr aufhören zu lesen - Aber wenn ihre Texte dann zu ende sind, will man mehr lesen. Immer, immer mehr, weil sie so unfassbar gut sind, weil sie so unfassbar gut schreiben kann. *-*  Hauptsächlich sind es kurze Texte - Kurzgeschichten. Aber sie sind so richtig, richtig toll. Ich liebe ihre Schreibart. Ich liebe sie. Ich will sie nicht verlieren. Sie ist mir wichtig! :*

Das ist meine Lieblingsgeschichte; wegen der Handlung und weil sie so gut rüber bringt, was Lina denkt. Danke, dass ich das hier schreiben darf <3



 Nimm mich in den Arm, sag mir, dass alles gut wird und lass mich nie mehr los

Die Sehnsucht erdrückte mich. Sie zerquetschte mich regelrecht. Ich legte den Kopf auf die kühle Tischplatte und schaute aus dem Fenster. Die grünen Bäume auf dem Schulhof wiegten sich sanft im Wind. Ein paar Vögel saßen auf den Tischen und suchten nach Essbarem, das die Schüler liegen gelassen hatten. Aber sie hatten Pech gehabt, der Hofdienst war schon rumgegangen und hatte die Essensreste eingesammelt.
„Lina“ zischte Cassy, meine Sitznachbarin.
„Lass mich“ maulte ich und schloss die Augen.
Ich ließ meiner Sehnsucht freien Lauf, dachte an ihn. Mein Seelentröster. Ich schlang mir einen Arm um den Bauch. Das machte ich immer, wenn die Sehnsucht wieder zu groß wurde. Dann fühlte ich mich nicht mehr allein. Aber ich wollte seine Hände an meinen Hüften spüren, die mich zu ihm ran zogen. Ich wollte seine Lippen küssen, die süß schmeckten und alle Ängste vertreiben konnten. Seine Stimme hallte mir in den Ohren wider. „Lina“ flüsterte er immer, mehr nicht. Er sagte einfach nur meinen Namen, dann küsste er mich wieder.
Ich atmete laut seufzend aus, bevor ich wieder den Verstand verlor. So wie letzte Woche, als ich es nicht mehr aushielt und aus dem Klassenzimmer rannte.

I let it fall, my heart
And as it fell you rose to claim it
It was dark and I was over
Until you kissed my lips and you saved me


Ryan hatte vor 3 Monaten mein ganzes Leben auf den Kopf gestellt. Er kam einfach so und brachte alles durcheinander. Ich war seelisch unter null, nichts hatte mehr einen Sinn. Ich hatte alles verloren, was ich liebte und was mich glücklich machte. Heulkrämpfe und Depressionen gehörten zur Tagesordnung. Meine Mutter war verzweifelt, meinen Vater interessierte das nicht, weil er irgendwo in Amerika wohnte. Tja, und dann kam Ryan, hat mich innerhalb von ein paar Tagen wieder zusammengeflickt und mir gezeigt, dass ich nicht aufgeben sollte. Wir wussten beide, dass ich noch nicht für eine Beziehung bereit war, nicht, nachdem ich alles verloren hatte. Ich sagte ihm, dass ich Angst hätte und ihn nicht in mein scheiß Leben mit reinziehen wollte. Er akzeptierte das, umarmte mich und sagte: „Ich werde immer für dich da sein, Lina. Egal was kommt“ Aber ich war es, die die Freundschaftsgrenze überschritt. Ich hatte ihn geküsst, warum auch immer. Wahrscheinlich aus purer Verzweiflung. Er hatte mich vor dem Abgrund bewahrt. Und ich hatte Angst davor, dass ich ohne ihn wieder depressiv werden würde. Der Kuss war ziemlich verwirrend. Ich fing an zu weinen, Ryan tröstete mich, ich küsste ihn wieder. Ich blieb die ganze Nacht bei ihm und schlief seit langer Zeit ruhig und ohne Albträume. Dieses Schema wiederholte sich immer wieder. So oft es ging war ich bei ihm, in seiner kleinen Mietwohnung. Wir redeten oft stundenlang kein Wort, schauten uns nur in die Augen, während er mir mit den Fingern über meine Wirbelsäule strich, bis ich mich beruhigte.

Das Klingeln war meine Rettung. Schnell stopfte ich mein Buch in den Rucksack und wollte aus dem Klassenzimmer flüchten. Doch unser Geschichtslehrer hielt mich zurück.
„Lina. Ist alles okay mit dir?“ fragte er besorgt. „Du bist in der letzten Zeit immer so abwesend“ Ich zuckte mit den Schultern. „Du weißt, dass deine Noten darunter leiden werden!?“ Ich nickte. Früher war ich gut in der Schule… Früher. Jetzt nicht mehr. Mein Lehrer schwieg und strich sich übers Kinn. Noch länger wollte ich nicht warten und seinem dummen Geschwätz lauschen, denn das wusste ich alles selber. Ich drehte mich rasch um und rannte bewusst den Weg zu Ryans Wohnung. Es wäre nicht das erste Mal, dass meine Mütter nicht wüsste, wo ich war.
Er stand schon auf der Straße. Ich lief ihm direkt in die Arme, küsste ihn erst auf die Lippen, dann auf den Hals. Dann vergrub ich mein Gesicht an seiner Schulter.
„Ich wusste, dass du heute kommst. Ich habs gespürt“ sagte er leise und wieder fragte ich mich, ob er ein Hellseher oder Gedankenleser war. Wir gingen das Treppenhaus hoch, unsere Schritte hallten in der Stille wider.
Als Ryan die Tür hinter uns abschloss, atmete ich erleichtert aus. Jetzt konnte ich endlich alles vergessen.

When laying with you
I could stay there, close my eyes
Feel you here forever
You and me, together, nothing gets better


Er war angespannt, aber ich hatte Angst ihn zu fragen, warum. Gedankenverloren wickelte er meine Haarsträhnen um seinen Finger. Die Minuten verstrichen, bis ich es nicht mehr aushielt.
„Ryan?“ fragte ich heiser. „Sag’s mir. Was ist los?“ Die Ungewissheit nagte an mir.
„Ich kann nicht, Lina.“ antwortete er und schaute auf den Boden. Panik macht sich in mir breit. Sonst hatte er mir immer alles sofort, ohne Tamtam erzählt. Auch, wenn das nicht viel war. Ryan war ein Mensch ohne Probleme und Sorgen. Aber jetzt … jetzt hatte er irgendwas.
Ich klammerte mich an seine Handgelenke und rüttelte an ihnen. „Ryan, verdammt. Sag es mir!“
„Ich muss hier weg“ Er schaute mir fest in die Augen.
„Warum?“ wollte ich wissen. „Ich komme mit … ich, ich kann nicht ohne dich.“
Er atmete tief ein, dann wieder aus. „Das ist ja das Problem. Ich kann nicht mit ansehen, wie du leidest. Wegen mir wirst du in der Schule schlechter, hast Stress mit deiner Mum“
„Stopp mal“ unterbrach ich ihn. „Ich bin 17, werde bald 18. Ich kann tun und lassen, was ich will. Sie hat gesagt, sie mischt sich nicht mehr in mein Leben ein. Und Schule. Pff.“ Noch war ich ziemlich gelassen, ich wusste, dass er nicht einfach verschwinden würde. Wir starrten uns an.
„Nein… es geht nicht. Ich hab 3 Monate mit angesehen, wie du kaputt gehst. Ich werde nicht dein Leben zerstören.“

But there's a side to you
That I never knew, never knew
All the things you'd say
They were never true, never true
And the games you'd play
You would always win, always win

Ich sprang auf, schrie ihn an. „Mein Leben zerstören? Du zerstörst es nicht, du machst es wieder heile! Gott, Ryan, siehst du nicht, dass ich ohne dich aufgeschmissen bin? Du hast gesagt, du bist immer für mich da. Egal was kommt.“ Ich schnappte nach Luft. „Was ist jetzt? Was hab ich falsch gemacht? Was soll ich machen? Ich tu alles, was du willst, aber bleib bei mir. Bitte."                                                     
Er schloss gequält die Augen. „Ich weiß, dass ich das gesagt habe. Aber Versprechen kann man brechen und jetzt habe ich es gebrochen. Heute Abend bin ich weg.“ Mir wurde schlecht. „Du wirst Freunde finden, glücklich sein, dich verlieben.“ Ich schüttelte den Kopf. „Warum hast du mich so lange …“ Mir fiel kein passendes Wort ein. „Warum warst du so lange für mich da? Hättest du nicht früher gehen können?“ „Das weiß ich nicht. Aber lieber spät, als nie."                                                                                                       Ich fing an zu weinen und schrie ihn nochmals an. „Gut, dann geh doch! Los, verschwinde! Ich gebe dir 4 Wochen, dann..."                   
„Dann was?“,fragte er ruhig. fragteruhig.                                                                                       
„Dann bin ich tot. Seelisch oder körperlich, keine Ahnung. Auf jeden Fall so tot, dass es dir noch Leid tun wird.“

I set fire to the rain
And I threw us into the flames
I felt something die
'Cause I knew that that was the last time
The last time

Er kam auf mich zu, drückte mir einen Kuss auf die Stirn und ging aus der Wohnung. Ich stand wie versteinert da, bewegungsunfähig. Dann fing ich an durchzudrehen. Ich trat die 2 Küchenstühle um, haute die Gläser und Teller aus dem Schrank, schmiss die Obstschale runter. Als ich alles verwüstet hatte, was es zu verwüsten gab, ging ich ins Schlafzimmer, legte mich aufs Bett und weinte. Es fühlte sich an, als ob ich ersticken würde – was mir ganz Recht gewesen wäre. Ich schlang mir wieder einen Arm um den Bauch, aber das machte es nicht besser. Mein Körper bestand aus nichts mehr. Nur noch eine leere Hülle. 4 Wochen. Ich wusste, dass ich es so lange nicht aushielt.

Sometimes, I wake up by the door
And heard you calling, must be waiting for you
Even now when we're already over
I can't help myself from looking for you

Schon die erste Woche war grässlich. Nachts konnte ich nicht schlafen, stand immer wieder auf und tigerte durchs Zimmer. Ständig hörte ich ihn, wie er meinen Namen flüsterte. Und sein Versprechen, immer für mich da zu sein. Ich hoffte jedes Mal, dass ich ihm über den Weg laufen würde oder, dass er zu mir kam. Ich schickte ihm eine Sms.
Ich gebe dir eine Woche. Ich halte es nicht aus! Komm zurück. Bitte, Ryan. Ich brauche dich. Ich mache alles was du willst, ALLES.
Aber er antwortete nicht. 6 Tage später schrieb ich ihm noch eine.
Das ist jetzt deine letzte Chance. Morgen ist es vorbei. Ich weiß noch nicht, wie, aber irgendwas werde ich schon finden. Ich liebe dich.
In der nächsten Nacht war es so weit. Er war nicht gekommen und ich hatte keine Kraft mehr, noch länger durchzuhalten. 2 Wochen ohne ihn waren die Hölle auf Erden. Ich hatte das Gefühl, dass ich nicht mehr richtig atmen konnte, denken erst recht nicht. Ich spürte, hörte, roch und schmeckte nichts mehr. Seelisch war ich schon tot. Völlig ausgebrannt. Ich schlich mich aus unserem Haus und tappte durch die Dunkelheit zu Ryans Wohnung. Er hatte mir mal einen Schlüssel gegeben, den ich bis jetzt noch nie benutzt hatte. Die Tür knarrte beim Öffnen. Innendrin sah alles so aus, wie ich es verlassen hatte – verwüstet.  Ich schickte ihm wieder eine Sms, vielleicht würde er ja doch noch kommen?
Ich gebe dir 5 Minuten, um mir zu sagen, wo du bist.
Das Licht in der Küche flackerte unruhig, als ich es anknipste. In dem Schränkchen an der Wand waren Tabletten, das wusste ich. Schlaf- und Kopfschmerztabletten. Mit zitternden Händen nahm ich die Schachteln heraus und drückte jede Tablette langsam aus den Vertiefungen. Jedes Mal, wenn ein weißes Etwas auf den Tisch fiel, zuckte ich zusammen. Ich hoffte, dass ich noch irgendwo ein heiles Glas fand, in das ich das Zeug auflösen konnte. Aber in der Küche herrschte reinstes Chaos, es gab kein Glas und keinen Teller mehr, der nicht in tausend Scherben auf dem Boden lag. Im Badezimmer fand ich einen Zahnputzbecher, den ich erleichtert mit Wasser füllte und in die Küche trug. Ich setzte mich auf die Fliesen. Woanders ging es nicht – Tische und Stühle hatte ich ja kaputt getreten.  Nacheinander ließ ich die Tabletten ins Wasser fallen und schaute zu, wie sie kleiner und kleiner wurden, bis das Wasser nur noch weiß war.
Meine Hände zitterten, als ich den Becher hochnahm. Tausend Bilder schossen mir durch den Kopf.
Ich als kleines Kind auf den Schultern meines Papas.
Meine Einschulung.
Ein struppiger Hund.
Meine Mutter und ich beim Spielen.
Cassy.
Strände.
Kaputte Stühle.
Ryan.
„Ryan, verdammt“ Ich fing an zu weinen, das Wasser im Becher schwappte gefährlich nah am Rand, aber es blieb, wo es hingehörte. Ich konnte es nicht länger vor mir herschieben. Er würde nicht mehr kommen. Mit großen Schlucken trank ich den Becher leer. Es dauerte ein paar Minuten, bis ich merkte, dass ich müde wurde. Alles um mich herum verschwamm zu bunten Punkten, ich versank im Nebel. Meine Augen fielen zu. Plötzlich fühlte ich mich leicht, ich konnte schweben.
Ich war frei.



Und das ist der Song, der zwischen den Zeilen auftaucht. *.*

Greetings, Vanessa ;*

Montag, 23. Januar 2012

Zimmer. :)


„Wollen sie ihr ganzes Leben danach beurteilen wer gerade in ihrem Zimmer sitzt?“  „Aufjedenfall bestimme ich den Augenblick danach wer bei mir ist. Das Leben ist eine lange Reihe von Zimmern und die Menschen auf die wir in diesen Zimmern treffen, die bestimmen unser Leben" - Staffel 3 (Zwangsarbeit) bei Dr. House.
Im Leben gibt es viele Zimmer. In manchen bist du eine zeitlang - eine lange zeitlang. In manchen stehst du vielleicht einfach nur in der Tür und guckst rein. Manchmal verlässt du eins deiner Zimmer freiwillig, manchmal auch nicht. Manchmal wirst du aus dem Zimmer gedrängt von jemandem. Dann ist es das Zimmer von jemand anderem. Aber es hat zu dir gehört, denn auch du hast in ihm gelebt. So kann es sein, dass ein Freund seine Freundin aus dem Zimmer schiebt. Er will sie nicht mehr in seinem Leben haben. Es kann aber natürlich auch sein, dass sie freiwillig geht. Ihn in seinem Zimmer alleine lässt. Dann wird er das Zimmer auch verlassen und wahrscheinlich wird es dann nie wieder jemand sehen.
Aber manchmal ist es auch so, dass du mit jemandem gemeinsam ein Zimmer verlässt und ein neues Zimmer erkundest - von Anfang an mit einem anderen zusammen.
Vielleicht steht man aber auch mal in den Angeln einer Tür und weiß nicht, was man machen soll. Ob man doch in das Zimmer zurück will in dem man war oder ob man lieber doch was neues ausprobiert und ein neues Zimmer kennen lernt.
Und dazu ist jedes Zimmer anders gestaltet - eines ist pink, das andere schwarz, das eine ist weiß und steril, wo das andere nur so vor Farben sprüht.
Jedes; wirklich jedes Zimmer ist anders. Vielleicht ähnlich - aber anders. :)

Greetings, Vanessa :*